Karfreitagsprozession

An dieser Prozession, auch die Prozession des Leichnam Christi genannt, nehmen mehrere hundert Mitglieder der Bruderschaft teil. Sie tragen das traditionelle kaminroten Gewand – Symbol der Flamme der Barmherzigkeit – und darüber einen weißen Brustschleier spanischen Ursprungs (ein Stück Stoff, dass vom Hals über die Brust hinabhängt). Davor hängt ein Medaillon, dessen Größe von der Bedeutung seines Trägers abhängt.

Die Prozession tritt bei Einbruch der Dunkelheit aus der Dreifaltigkeitskirche (Chiesa della SS. Trinità);ihr voran geht eine Blaskapelle, die bekannte Trauermärsche spielt. Der große Zug zieht mit einer ganz bestimmten Aufstellung durch die wichtigsten Straßen der Stadt, allem voran ein Viereck, welches von Laternenträgern gebildet wird, in dessen Mitte ein großes Kreuz getragen wird. Es ist mit rotem Samt überzogen und mit Silberverzierungen geschmückt.

Dahinter folgen Reihen mit Laternen, die links und rechts der Straße getragen werden, und eine Kinderschar, die die Symbole der Leiden Christi tragen, bilden deren Schluss. Darauf folgt ein 120-köpfiger Männerchor, der aus Tenören, Baritonen und Bassisten besteht, die verschiedene Miserere singen: er gehört zu der spektakulärsten Gruppe der Prozession und deshalb sind die Plätze als Chorsänger einer der begehrtesten.